Mit vereinten Kräften zum nachhaltigen Gebäude

Um am Bau mehr Nach­hal­tig­keit zu errei­chen, müs­sen die Kräf­te aller Akteu­re gebün­delt wer­den. Das Emi­­code-Zei­chen steht für gerings­te Emis­sio­nen bei vie­len Arten von Bau­pro­duk­ten und unter­stützt damit ganz­heit­li­che natio­na­le und inter­na­tio­na­le Nach­hal­tig­keits­an­sät­ze.

Nach­hal­tig­keit ist auch im Bereich Bau ein Gebot der Stun­de. Dabei muss aber nicht jeder Play­er das Rad neu erfin­den. Die GEV – Gemein­schaft Emis­si­ons­kon­trol­lier­te Ver­le­ge­werk­stof­fe, Kleb­stof­fe und Bau­pro­duk­te – kon­zen­triert ihre Nach­hal­tig­keits­be­stre­bun­gen des­halb auf die Bewer­tung und Klas­si­fi­zie­rung von Bau­stof­fen hin­sicht­lich ihrer Emis­sio­nen, ins­be­son­de­re flüch­ti­ger orga­ni­scher Ver­bin­dun­gen (VOCs). Das in Deutsch­land füh­ren­de Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem der DGNB, der Deut­schen Gesell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bau­en, ver­folgt hin­ge­gen einen ganz­heit­li­chen Bewer­­tungs- und Zer­ti­fi­zie­rungs­an­satz. Die­ser berück­sich­tigt öko­lo­gi­sche, öko­no­mi­sche und sozia­le Aspek­te über den gesam­ten Lebens­zy­klus eines Gebäu­des hin­weg. 

Durch die Spe­zia­li­sie­rung der GEV ergän­zen sich Emi­code und DGNB auf dem Weg zu nach­hal­ti­ge­ren Gebäu­den. Wel­che Syn­er­gien dabei ent­ste­hen, erläu­tern zwei neue Online-Bro­­schü­­ren auf jeweils 8 Sei­ten. Die Titel: „Der Emi­code in Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­te­men zur Bewer­tung der Nach­hal­tig­keit von Gebäu­den“ und „Mit DGNB und Emi­code gemein­sam zum nach­hal­ti­gen Gebäu­de“. Das DGNB-Sys­­tem ver­weist bei­spiels­wei­se direkt auf den Emi­code als Nach­weis für die Erfül­lung die­ser Anfor­de­run­gen im Kri­te­ri­um ENV1.2. „Risi­ken für die loka­le Umwelt“, for­mu­liert mit dem Ziel, alle gefähr­den­den oder schä­di­gen­den Bau­stof­fe zu ver­mei­den und durch wohn­ge­sun­de Pro­duk­te zu erset­zen.

Auch inter­na­tio­nal ist das Emi­­code-Zei­chen ein wich­ti­ger Bestand­teil der Nach­hal­tig­keits­be­wer­tung. Im 1990 gegrün­de­ten BREE­AM-Sys­­tem – mit welt­weit mehr als 600.000 zer­ti­fi­zier­ten Pro­jek­ten das erfolg­reichs­te Gebäu­de­zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem über­haupt – wird der Emi­code als „appro­ved alter­na­ti­ve sche­me“ aner­kannt und kann unein­ge­schränkt als Nach­weis für die Erfül­lung der Kri­te­ri­en im Bereich Raum­luft ver­wen­det wer­den. Im LEED-Zer­­ti­­fi­­zie­rungs­­­sys­­tem, das vom US Green Buil­ding Coun­cil ent­wi­ckelt wur­de und eine Exper­ti­se von 100.000 zer­ti­fi­zier­ten Pro­jek­ten vor­wei­sen kann, gel­ten Emi­­code-zer­­ti­­fi­­zier­­te Bau­pro­duk­te als „low-emi­t­­ting mate­ri­als“, die geeig­net sind, die LEED-Emis­­si­ons­an­­for­­de­run­­gen zu erfül­len. Dies gilt aller­dings nur für Pro­jek­te außer­halb der USA.

Der Emicode liefert wissenschaftlich gesicherte Emissionsnachweise

Die drei Sys­te­me for­mu­lie­ren Anfor­de­run­gen an die Bau­tei­le und Bau­stof­fe, aus denen Gebäu­de kon­stru­iert wer­den. Für die Pro­dukt­grup­pe der Ver­le­ge­werk­stof­fe und Dicht­stof­fe kon­zen­trie­ren sich alle drei auf den Bei­trag die­ser Bau­stof­fe zur Qua­li­tät der Innen­raum­luft. Zum einen geht es um den Nach­weis der Emis­si­on flüch­ti­ger orga­ni­scher Ver­bin­dun­gen (vola­ti­le orga­nic com­pounds, VOCs) aus den ein­zel­nen Bau­stof­fen. Zum ande­ren steht die Bewer­tung der Innen­raum­luft nach Fer­tig­stel­lung des Gebäu­des im Fokus. Durch den Ein­satz genorm­ter Prüf­ver­fah­ren lie­fert der Emi­code den objek­ti­ven, trans­pa­ren­ten und nach­voll­zieh­ba­ren Nach­weis, dass ein Pro­dukt gerin­ge Schad­stoff­emis­sio­nen auf­weist. Die Prü­fun­gen wer­den in Mess­kam­mern bei unab­hän­gi­gen, akkre­di­tier­ten Prüf­in­sti­tu­ten durch­ge­führt. Wei­te­re Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en wie bei­spiels­wei­se das Treib­haus­gas­po­ten­zi­al wer­den in Bezug auf Ver­le­ge­werk­stof­fe in den Gebäu­de­zer­ti­fi­zie­run­gen nicht oder nur gering gewich­tet, da die Mate­ria­li­en nur einen mini­ma­len Anteil am Gesamt­ge­bäu­de haben.

Nach­hal­tig­keit ist zwar in aller Mun­de, wird aber nicht immer prä­zi­se defi­niert. Im eta­blier­ten 3‑Säu­­len-Modell umfasst der Begriff nicht nur öko­lo­gi­sche, son­dern auch öko­no­mi­sche und sozia­le Aspek­te. Dadurch ist Nach­hal­tig­keit ein anspruchs­vol­les, kom­ple­xes The­ma. Im Bereich Öko­lo­gie geht es dar­um, die natür­li­chen Res­sour­cen zu scho­nen, Schad- und Risi­ko­stof­fe vor allem in Innen­räu­men zu ver­mei­den, den CO2-Fuß­ab­druck zu redu­zie­ren und die Bio­di­ver­si­tät zu schüt­zen. Öko­no­misch geht es dar­um, Gebäu­de so zu gestal­ten, dass sie eine lang­fris­ti­ge, ener­gie­ef­fi­zi­en­te und fle­xi­ble Nut­zung ermög­li­chen. Das sozia­le Ziel im Rah­men der Nach­hal­tig­keit ist der Schutz der Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den sowohl der Bau­ar­bei­ter und Hand­wer­ker als auch der spä­te­ren Nut­zer, ganz gleich, ob es sich um Arbeits- oder Wohn­räu­me han­delt. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel eine gute Raum­luft und ein effi­zi­en­ter Hit­ze­schutz.

Fazit: Durch die Koope­ra­ti­on von Emi­code mit ganz­heit­li­chen Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­te­men wie dem der DGNB leis­tet die GEV einen wich­ti­gen Bei­trag zu mehr Nach­hal­tig­keit am Bau. Denn der Emi­code als anspruchs­vol­les, zuver­läs­si­ges und aner­kann­tes Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem für Ver­le­ge­werk­stof­fe und Bau­pro­duk­te erleich­tert die Arbeit von Archi­tek­ten, Pla­nern und Aus­füh­ren­den bei der Pro­dukt­aus­wahl und Nach­weis­füh­rung für Gebäu­de mit LEED‑, BREEAM- oder DGNB-Zer­­ti­­fi­­zie­rung. Wäh­rend die DGNB die stra­te­gi­sche und ganz­heit­li­che Bewer­tung von Nach­hal­tig­keit und Innen­raum­luft­qua­li­tät über­nimmt, stellt der Emi­code das kon­kre­te Instru­ment bereit, um die nied­ri­gen Schad­stoff­emis­sio­nen von Bau­pro­duk­ten mess­bar zu bele­gen.

Die bei­den neu­en Bro­schü­ren zu die­sen The­men kön­nen unter den fol­gen­den Links kos­ten­frei her­un­ter­ge­la­den wer­den: 

https://www.emicode.com/wp-content/uploads/2026/05/Broschuere-DGNB-EMICODE-DE.pdf

https://www.emicode.com/wp-content/uploads/2026/05/Broschuere-EMICODE-und-Gebaeudezertifizierung-final.pdf

 

Foto: GEV

Die Bro­schü­re „Mit DGNB und Emi­code gemein­sam zum nach­hal­ti­gen Gebäu­de“ (links) legt dar, wie die DGNB die stra­te­gi­sche und ganz­heit­li­che Bewer­tung von Nach­hal­tig­keit und Innen­raum­luft­qua­li­tät über­nimmt, wäh­rend sich der Emi­code dar­auf kon­zen­triert, die Schad­stoff­frei­heit von Bau­pro­duk­ten mess­bar zu bele­gen. Die Bro­schü­re „Der Emi­code in Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­te­men zur Bewer­tung der Nach­hal­tig­keit von Gebäu­den“ (rechts) erklärt, wel­che Rol­le der Emi­code im Kon­text natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Gebäu­de­zer­ti­fi­zie­rungs­sys­te­me spielt. Als zuver­läs­si­ges und aner­kann­tes Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem erleich­tert er die Arbeit von Archi­tek­ten, Pla­nern und Aus­füh­ren­den bei der Pro­dukt­aus­wahl und Nach­weis­füh­rung.

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2. August 2026