Emicode-Siegel – ein expandierendes Erfolgsmodell

Never chan­ge a win­ning team: Nach die­ser Devi­se hat die GEV – Gemein­schaft Emis­si­ons­kon­trol­lier­te Ver­le­ge­werk­stof­fe, Kleb­stof­fe und Bau­pro­duk­te – auf ihrer Mit­glie­der­ver­samm­lung am 5. Febru­ar 2026 in Königs­win­ter ihren Vor­stand im Amt bestä­tigt. Vor­sit­zen­der bleibt Ste­fan Neu­ber­ger, Geschäfts­füh­rer der Pall­mann GmbH. Im Mit­tel­punkt des Tref­fens stan­den außer­dem tech­ni­sche Fra­gen wie die EU-Bau­­pro­­duk­­ten­­ver­­or­d­­nung sowie die Emi­­code-Klas­­si­­fi­­zie­rung neu­er emis­si­ons­ar­mer Pro­dukt­grup­pen.

Der alte und neue Vor­sit­zen­de Ste­fan Neu­ber­ger und sei­ne Vor­stands­kol­le­gen bedank­ten sich bei den Teil­neh­mern für das Ver­trau­en. Als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der wur­de Dr. Uwe Gru­ber, Mapei GmbH, wie­der­ge­wählt. Wei­te­re Mit­glie­der des Vor­stands sind Bernd Les­ker, Mapei GmbH, Dr. Frank Gahl­mann, Stauf GmbH, Mar­kus Stol­per, Ard­ex GmbH und Hol­ger Som­mer, Sto­Cretec GmbH. Zur Ver­stär­kung des Vor­stands­teams wur­den Dr. Nor­bert Arnold als Vor­sit­zen­der der TKB und Hans­pe­ter Bres­sa als Lei­ter des Bei­rats für Öffent­lich­keits­ar­beit, bei­de Uzin SE, als koop­tier­te Mit­glie­der in den Vor­stand auf­ge­nom­men. Zudem ist auch Klaus Win­kels als GEV-Geschäfts­­­füh­­rer Mit­glied des Vor­stands. Die Ver­samm­lung wähl­te außer­dem den Tech­ni­schen Bei­rat, der die tech­ni­schen Anfor­de­run­gen fest­legt und anpasst, die EMICODE® ‑Pro­duk­te erfül­len müs­sen. Als Vor­sit­zen­der des Tech­ni­schen Bei­rats wur­de Vor­stands­mit­glied Bernd Les­ker im Amt bestä­tigt.

Das EMICODE® ‑Zei­chen bie­tet seriö­se Ori­en­tie­rung hin­sicht­lich des Emis­si­ons­ver­hal­tens von Bau­pro­duk­ten. Ob Put­ze, Mör­tel, Kleb­stof­fe, Par­kett­la­cke, Öle, Wach­se oder Dicht­stof­fe – das GEV-Sie­­gel wird nur an Pro­duk­te ver­ge­ben, deren gesund­heit­li­che Unbe­denk­lich­keit dank geringst­mög­li­cher Emis­sio­nen durch stren­ge Labor­prü­fun­gen fest­ge­stellt wur­de. Pro­duk­te mit dem EMICODE® ‑Zei­chen ent­hal­ten kei­ne Löse­mit­tel oder phtha­lat­hal­ti­ge Weich­ma­cher. Zudem ist ihr Gehalt an flüch­ti­gen orga­ni­schen Ver­bin­dun­gen (VOCs) streng begrenzt. Her­stel­ler müs­sen ihre Pro­duk­te regel­mä­ßi­gen Kon­trol­len in Form unan­ge­mel­de­ter Stich­pro­ben unter­zie­hen. Wenn sie mit einem EMICODE® EC 1‑Zeichen wer­ben, muss die­ses spä­tes­tens nach fünf Jah­ren erneu­ert wer­den. Der Erfolg des Emi­­code-Modells hat sich in den letz­ten Jah­ren beschleu­nigt. Seit 2024 sind 57 wei­te­re Unter­neh­men zur GEV gesto­ßen, um ihre emis­si­ons­ar­men Pro­duk­te nach EMICODE®  zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen.  Ins­ge­samt gehö­ren 268 Mit­glieds­fir­men aus 24 Län­dern zum Ver­bund. Aktu­ell sind 17339 Pro­duk­te aus neun Pro­dukt­ka­te­go­rien – von Boden­auf­bau bis Wand­bau­stof­fe – nach EMICODE® zer­ti­fi­ziert.

Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer auch mit der Neu­fas­sung der EU-Bau­­pro­­duk­­ten­­ver­­or­d­­nung (BauP­VO). Deren wesent­li­che Bestim­mun­gen gel­ten zwar seit Janu­ar 2025, aller­dings wird die alte Rege­lung erst spä­tes­tens nach 15 Jah­ren außer Kraft tre­ten. In der Zwi­schen­zeit wer­den die bestehen­den har­mo­ni­sier­ten Pro­dukt­re­ge­lun­gen in einem soge­nann­ten Acquis-Pro­­zess über­ar­bei­tet. Mit der Fol­ge, dass je nach Arbeits­stand jeweils noch die alte oder schon die neue BauP­VO für ein Pro­dukt gilt. Vor allem für klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men (KMU) kön­nen die­se Par­al­lel­re­ge­lun­gen eine gro­ße Her­aus­for­de­rung sein. Bei gere­gel­ten Pro­duk­ten ist zu erwar­ten, dass die­se auch im Hin­blick auf Emis­sio­nen gere­gelt wer­den und ein CE-Zei­chen tra­gen. Schär­fe­re Anfor­de­run­gen durch den EMICODE®  sind aber wei­ter zuläs­sig, solan­ge die glei­che Bewer­tungs­me­tho­de ver­wen­det wird. Bekannt­lich gibt das EMICODE® ‑Zei­chen Aus­kunft über das Emis­si­ons­ver­hal­ten von Bau­pro­duk­ten. Daher kommt der Ein­bet­tung des Emi­codes in die gän­gi­gen Sys­te­me zur Nach­hal­tig­keits­be­wer­tung gan­zer Gebäu­de zuneh­men­de Bedeu­tung zu. Einen beson­de­ren Schwer­punkt bil­det hier die Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Gesell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bau­en (DGNB), die in ihren Pro­dukt­kri­te­ri­en auf den EMICODE® ver­weist.

 Als wei­te­rer Punkt der Tages­ord­nung infor­mier­te der Tech­ni­sche Bei­rat die Teil­neh­mer über die Klas­si­fi­zie­rung neu­er Pro­duk­te, zum Bei­spiel dünn­schich­ti­ge Spach­tel­mas­sen zur Erstel­lung von Dekor­put­zen, Dich­tungs­strei­fen für Fens­ter und Türen, gebun­de­ne Schüttungen/Leichtestriche und Schmelz­kleb­stof­fe. Zudem erläu­ter­te der Bei­rat den Mit­glie­dern die Ein­füh­rung des R‑Wertes (Kenn­zeich­nung für die Rutsch­hem­mung) für EC 1‑Produkte und Ände­run­gen bei der Form­alde­hyd­be­wer­tung, für die zusätz­lich zum 3‑Ta­­ge-Gren­z­­wert jetzt auch ein 28-Tage-Gren­z­­wert ein­ge­führt wur­de. Außer­dem erhiel­ten die Teil­neh­mer Infor­ma­tio­nen zur neu­en Defi­ni­ti­on von Löse­mit­teln hin­sicht­lich des Sie­de­punkts und der Kon­zen­tra­ti­on. Für den 31.August 2026 kün­dig­te der Bei­rat einen Ring­ver­such für Prüf­la­bo­re an, den die GEV alle drei Jah­re als Mit­tel der Qua­li­täts­si­che­rung durch­führt. Der­zeit ist die GEV die ein­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on welt­weit, die Ring­ver­su­che in die­sem Seg­ment durch­führt.

Foto: © GEV/Iris Pohl

Die wie­der­ge­wähl­ten Vor­stän­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung der GEV in Königs­win­ter (von links): Bernd Les­ker, Dr. Mar­kus Stol­per, Ste­fan Neu­ber­ger, Hans­pe­ter Bres­sa; Dr. Nor­bert Arnold, Klaus Win­kels, Dr. Frank Gahl­mann und Dr. Uwe Gru­ber. Dr. Nor­bert Arnold als Vor­sit­zen­der der TKB und Hans­pe­ter Bres­sa als Lei­ter des Bei­rats für Öffent­lich­keits­ar­beit sind als koop­tier­te Mit­glie­der in den Vor­stand auf­ge­nom­men wor­den. Zudem ist auch Klaus Win­kels als GEV-Geschäfts­­­füh­­rer im Vor­stand.

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27. März 2026